Dezember - "The Return of Gabriella"

Zur Vemissage mit einer Lesung
„The Retum of Gabriella" zum 5Oigsten
18.12.2004-22.01.2005

Auszug aus meinem Manuscript: EL-VIRA-DA:



Herbst 02.11.2004

Es ist ein sonniger Herbstmorgen, die Zeit, in der Kastanien, die
Wal- und Haselnüsse von ihren Bäumen fallen. Elvira fand schon
immer Gefallen daran. Doch heute sollte noch etwas anderes
geschehen. Die kleine Elfe, geht also, wie fast an jedem Tag und
bei jedem Wetter an ihren Kraftort, wo sie sich an ihren uralten
Gingkobaum wie immer anlehnt, um Power und Kraft zu tanken.
Es geht ihr an diesem Tag nicht besonders gut, sie hat in letzter
Zeit wenig schlafen können, immer und immer wieder kamen ihr
Gedanken, was sie bisher falsch gemacht hat und was sie
verändern könne, um wieder schreiben und malen zu können.
Sie fühlt sich so leer und so allein. Einsam, ja richtig einsam
fühlte sie sich. Wo ist mein Animar, mein Freund der Fisch, wo
sind meine Freunde, denkt sie laut und bittet ihren Baum um
Hilfe.
Kastanien fallen zu Boden, der Kastanienbaum steht gleich vor
dem alten Gingko, sie sammelt die Früchte auf, es fallen immer
mehr Kastanien zu Boden, was einen Höllenlärm verursachte
und sie sammelte und sammelte.
Ein Wanderer, den sie auch oft in diesem Ort traf, kam vorbei
und fragte: „Sammelst du auch jedes Jahr die Kastanien, sie
sollen Glück und Reichtum verheißen"
„Ja, das mache ich schon seit meiner frühesten Kindheit, es hat
etwas von der Leichtigkeit des Seins!" antwortete Elvira.
Er geht weiter und ich stehe an meinem Baum, möchte nicht
mehr gehen. Einfach mich anlehnen an diesen Baum, meine
Ängste und Sorgen vergessen, stöhn...
„Ich wünsche mir ein Wesen herbei, das mit mir meine Sorgen
und Ängste teilt und mir die nötige Hilfe gibt", sagt sie leise zu
ihrem Baum.
Und so geschieht etwas, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet
hat:
Eine Frau mit dunklem, kurzem Haar und dunkelbraunen
Mandelaugen kam auf mich zu. Sie sieht auch ganz traurig aus.
Ich schaute lange in ihren dunklen Augen und sie fragt mich:
Hast du auch Angst vor deinen Träumen? Eine längere Pause
folgte nun, dann spricht sie weiter: „Ich träume immer wieder vom
Weltuntergang und dass die Natur immer mehr zerstört wird."
Sie spricht weiter: „ Ich bin zu dir geschickt worden, du hast mich
gerufen. Pass auf dich auf; kleine Elvira und bete zu Gott und
lass deine Schutzengel endlich wieder zu!"
Dann erzähle ich ihr meinen Traum aus der Nacht zuvor:
Ich sehe eine Kirche, aus Backsteinen erbaut, mit einer Kapelle,
links daneben steht eine Ruine, die ich, aus welchen Gründen
auch immer, erforschen möchte. Bilder aus der Vergangenheit,
die es sich zu klären bedarf. Warum gehe ich nicht einfach in
diese Kirche? Nein, nein - die Zeit wird es klären.
Ich ging in diese Ruine hinein und suchte Antworten auf meine
Fragen. Ich nahm einen langen Stock und durchsuchte den
Raum. Es lag viel Müll herum und ich stieß den Müll zur Seite,
ich fand ein Baby - nackt, nur mit einer Windel bekleidet. Es war
leblos, regungslos. Ich war fassungslos, wer hat es dir angetan?
Ich schlug voller Wut auf die Windel, befreite es so von seiner
„alten Scheisse" (altes Karma) und in diesem Moment kam
Leben in dieses kleine Wesen. Es wurde plötzlich hell in diesem
Raum und das Kind hatte eine Aura in türkisen, blauen und
grünen Farben, eine Aura die den ganzen Raum ausfüllte.
Ich fühlte auch wieder mehr Leben in mir und suchte weiter in
den Müllbergen (im Sumpf des Lebens).
Ich fand einen grossen Hund, der auch leb- und regungslos da
lag, er war total verkrampft und erstarrt, ich konnte ihn nicht mehr
retten. Ich trug ihn auf meinen Arm, mein Krafttier ist tot. Wie
kann ich ihn wieder dazu bewegen, aus dieser Starre zu
erwachen?
Bis jetzt wusste ich es nicht.
Die Frau hörte immer noch zu und wich von mir zurück, sie hatte
plötzlich Angst vor mir und zückte ein Messer. „Merk dir, wie ich
aussehe, vielleicht sehen wir uns wieder" und ging schnell weiter
in Richtung Park.
Ich stehe eine Weile erstarrt da und muss hier ganz schnell weg.
Ich muss nach Hause, denk ich bei mir und muss Animar (Anima
- Seele) anrufen.
Ich rufe dich an und ich erzähle dir meinen Traum und mein
Erlebnis mit dieser Frau.
DU überlegst nicht lange, die KIRCHE aus meinen TRAUM gibt
es wirklich, sagst du nun.
„Fahre einfach dorthin, sie liegt ganz in der Nähe."
Schon am nächsten Tag fährt Elvira zu diesem Ort „Sankt
Joseph". Es sieht alles so aus wie im Traum und sie geht in die
Kapelle, wo eine Nonne auf sie wartete. Elvira betete und schrieb
und malte ihren jetzigen Zustand...das Baby, das Kind in mir, die
Trauer und Hilflosigkeit... Die Nonne kommt zu mir und fragt, ob
ich male. „Ja, antwortete ich ihr, ich sammel Kraft und Ideen für
meine neue Zukunft, eine Ausstellung mit einer Lesung...Die
kleine Elfe Elvira, ihr Leben, ihr Erleben..."
Und so geschieht es, ich beginne wieder zu malen, kann
schreiben, kann um Hilfe bitten.

ICH DANKE EUCH ALLEN, AUCH MEINEM SCHUTZENGEL

Gabriella Drumann