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Es ist ein sonniger Herbstmorgen, die Zeit, in der Kastanien, die Wal- und Haselnüsse von ihren Bäumen fallen. Elvira fand schon immer Gefallen daran. Doch heute sollte noch etwas anderes geschehen. Die kleine Elfe, geht also, wie fast an jedem Tag und bei jedem Wetter an ihren Kraftort, wo sie sich an ihren uralten Gingkobaum wie immer anlehnt, um Power und Kraft zu tanken. Es geht ihr an diesem Tag nicht besonders gut, sie hat in letzter Zeit wenig schlafen können, immer und immer wieder kamen ihr Gedanken, was sie bisher falsch gemacht hat und was sie verändern könne, um wieder schreiben und malen zu können. Sie fühlt sich so leer und so allein. Einsam, ja richtig einsam fühlte sie sich. Wo ist mein Animar, mein Freund der Fisch, wo sind meine Freunde, denkt sie laut und bittet ihren Baum um Hilfe. Kastanien fallen zu Boden, der Kastanienbaum steht gleich vor dem alten Gingko, sie sammelt die Früchte auf, es fallen immer mehr Kastanien zu Boden, was einen Höllenlärm verursachte und sie sammelte und sammelte. Ein Wanderer, den sie auch oft in diesem Ort traf, kam vorbei und fragte: „Sammelst du auch jedes Jahr die Kastanien, sie sollen Glück und Reichtum verheißen" „Ja, das mache ich schon seit meiner frühesten Kindheit, es hat etwas von der Leichtigkeit des Seins!" antwortete Elvira. Er geht weiter und ich stehe an meinem Baum, möchte nicht mehr gehen. Einfach mich anlehnen an diesen Baum, meine Ängste und Sorgen vergessen, stöhn... „Ich wünsche mir ein Wesen herbei, das mit mir meine Sorgen und Ängste teilt und mir die nötige Hilfe gibt", sagt sie leise zu ihrem Baum. Und so geschieht etwas, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hat: Eine Frau mit dunklem, kurzem Haar und dunkelbraunen Mandelaugen kam auf mich zu. Sie sieht auch ganz traurig aus. Ich schaute lange in ihren dunklen Augen und sie fragt mich: „ Hast du auch Angst vor deinen Träumen? Eine längere Pause folgte nun, dann spricht sie weiter: „Ich träume immer wieder vom Weltuntergang und dass die Natur immer mehr zerstört wird." Sie spricht weiter: „ Ich bin zu dir geschickt worden, du hast mich gerufen. Pass auf dich auf; kleine Elvira und bete zu Gott und lass deine Schutzengel endlich wieder zu!" Dann erzähle ich ihr meinen Traum aus der Nacht zuvor: Ich sehe eine Kirche, aus Backsteinen erbaut, mit einer Kapelle, links daneben steht eine Ruine, die ich, aus welchen Gründen auch immer, erforschen möchte. Bilder aus der Vergangenheit, die es sich zu klären bedarf. Warum gehe ich nicht einfach in diese Kirche? Nein, nein - die Zeit wird es klären. Ich ging in diese Ruine hinein und suchte Antworten auf meine Fragen. Ich nahm einen langen Stock und durchsuchte den Raum. Es lag viel Müll herum und ich stieß den Müll zur Seite, ich fand ein Baby - nackt, nur mit einer Windel bekleidet. Es war leblos, regungslos. Ich war fassungslos, wer hat es dir angetan? Ich schlug voller Wut auf die Windel, befreite es so von seiner „alten Scheisse" (altes Karma) und in diesem Moment kam Leben in dieses kleine Wesen. Es wurde plötzlich hell in diesem Raum und das Kind hatte eine Aura in türkisen, blauen und grünen Farben, eine Aura die den ganzen Raum ausfüllte. Ich fühlte auch wieder mehr Leben in mir und suchte weiter in den Müllbergen (im Sumpf des Lebens). Ich fand einen grossen Hund, der auch leb- und regungslos da lag, er war total verkrampft und erstarrt, ich konnte ihn nicht mehr retten. Ich trug ihn auf meinen Arm, mein Krafttier ist tot. Wie kann ich ihn wieder dazu bewegen, aus dieser Starre zu erwachen? Bis jetzt wusste ich es nicht. Die Frau hörte immer noch zu und wich von mir zurück, sie hatte plötzlich Angst vor mir und zückte ein Messer. „Merk dir, wie ich aussehe, vielleicht sehen wir uns wieder" und ging schnell weiter in Richtung Park. Ich stehe eine Weile erstarrt da und muss hier ganz schnell weg. Ich muss nach Hause, denk ich bei mir und muss Animar (Anima - Seele) anrufen. Ich rufe dich an und ich erzähle dir meinen Traum und mein Erlebnis mit dieser Frau. DU überlegst nicht lange, die KIRCHE aus meinen TRAUM gibt es wirklich, sagst du nun. „Fahre einfach dorthin, sie liegt ganz in der Nähe." Schon am nächsten Tag fährt Elvira zu diesem Ort „Sankt Joseph". Es sieht alles so aus wie im Traum und sie geht in die Kapelle, wo eine Nonne auf sie wartete. Elvira betete und schrieb und malte ihren jetzigen Zustand...das Baby, das Kind in mir, die Trauer und Hilflosigkeit... Die Nonne kommt zu mir und fragt, ob ich male. „Ja, antwortete ich ihr, ich sammel Kraft und Ideen für meine neue Zukunft, eine Ausstellung mit einer Lesung...Die kleine Elfe Elvira, ihr Leben, ihr Erleben..." Und so geschieht es, ich beginne wieder zu malen, kann schreiben, kann um Hilfe bitten.
ICH DANKE EUCH ALLEN, AUCH MEINEM SCHUTZENGEL
Gabriella Drumann |
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